28.08.25
Gebrauchte Intel / ASUS NUCs kaufen – Eine Übersicht & Ratgeber
Gebrauchte Intel NUC oder ASUS NUC sind für viele Anwender, ob privat oder geschäftlich, die perfekte Kombination aus Leistung, Platzersparnis und Nachhaltigkeit. Diese refurbished Mini-PCs sind kompakt, energieeffizient und dennoch erstaunlich leistungsstark. Wer einen NUC gebraucht kaufen möchte, kann im Vergleich zu Neuware oft bis zu 70 % sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche NUC-Modelle es gibt, worauf Sie beim Kauf eines gebrauchten Geräts achten sollten und wie Sie den passenden refurbished Mini-PC für Ihre Anforderungen finden.
Was ist ein Intel NUC (und ASUS NUC)?
Ein Intel NUC ("Next Unit of Computing") ist ein sehr kompakter Mini-PC, der ursprünglich von Intel entwickelt und seit 2023 von ASUS weitergeführt wird. Mit einer Standfläche von nur ca. 11×11 cm ist er kleiner als viele andere Business-Mini-PCs wie Lenovo Tiny, HP EliteDesk Mini oder Dell Micro. Trotz seiner Größe eignet sich der NUC für zahlreiche Aufgaben: vom Home-Office über Media-Streaming bis zum 24/7-Betrieb in Unternehmen.
Warum lohnt sich ein refurbished NUC?
- Preisvorteil: Fertig ausgestattete Geräte inkl. RAM & SSD oft deutlich günstiger als Neuware.
- Nachhaltigkeit: Verlängert die Lebensdauer hochwertiger Hardware.
- Flexibilität: Aufrüstbar mit mehr RAM oder schneller SSD.
- Zuverlässigkeit: professionell geprüft, oft mit Garantie.
Intel NUC oder ASUS NUC - Wer stellt diese Mini-PCs her?
Intel hat die NUC-Serie viele Jahre selbst produziert. Im September 2023 übernahm ASUS die Markenrechte an dieser Mini Desktop-Computer Serie sowie auch den Support ab der 10. Generation. Daher ist es nun der "ASUS NUC".
Einsatzbereiche: Wo ein NUC sinnvoll eingesetzt wird
Ob für die private Nutzung, als leiser Office-PC, als Media-Center im Wohnzimmer oder als platzsparender Digital-Signage-Player in Firmen - mit dem richtigen Modell holen Sie sich einen leistungsfähigen und sparsamen Mini-Computer ins Haus.
NUC als Office-PC im Büro & Home-Office
Ein NUC kann mühelos einen klassischen Office-PC als Büro-Lösung ersetzen. Modelle mit Core i5 oder i7 bewältigen Textverarbeitung, Tabellen, Präsentationen und Videokonferenzen problemlos - das alles bei minimalem Platzbedarf und geringem Stromverbrauch.
NUC als Media-Center oder Streaming-Server zu Hause
Im Wohnzimmer dient ein NUC als kompakter Media-PC für Streaming, Musik oder Fotos. Dank HDMI-Anschluss und leiser Kühlung lässt er sich unauffällig neben dem Fernseher oder hinter dem TV platzieren. Dank der Intel Grafik und dem Support für Quick Sync ist der Micro-PC auch hardwareseitig fürs Streaming mit Jellyfin oder Plex geeignet.
NUC in Unternehmen (Digital Signage / Thin Client)
In Firmen werden NUCs oft als Digital-Signage-Player (z.B. Ansteuerung digitaler Anzeigetafeln) oder Thin Clients eingesetzt. Sie lassen sich platzsparend hinter Displays montieren, arbeiten zuverlässig und verbrauchen wenig Strom. Dabei ist der Einsatz im Dauerbetrieb, sprich 24/7, keine Seltenheit.
Welche NUC gibt es überhaupt? - Eine Modell- & Serienübersicht
Es gibt verschiedene NUC-Serien und nicht alle davon kann man als "Mini-PC" ansehen. Der Standard-NUC hat in etwa eine Standfläche von ca. 11x11 Zentimetern und läuft mit einer Notebook-CPU. Darüber hinaus gibt es weitere Modellreihen:
Der "Standard-NUC" - Vielseitige Kleinst-Computer
Die Standard-NUCs gibt es meist als:
- Slim Kit (flaches Gehäuse, Platz nur für eine M.2-SSD)
- Tall Kit (höheres Gehäuse, zusätzlich Platz für eine 2,5-Zoll-HDD oder SSD).
Beide Verianten sind kompakt und haben die gleiche Standfläche. Das Tall Kit ist lediglich, wie es der Name vermuten lässt, etwas höher. Für Office & Multimedia oder als kleine Server oder gar DIY-NAS sind beide Versionen bestens geeignet.
NUC Pro - "Profi-Features" für den gewerblichen Einsatz
Ab der 12 Generation (NUC 12). Hierbei wurden die Geräteserien stärker auf den Einsatz von Gewerbekunden optimiert. Es kamen Features hinzu wie Intel vPro, stärkere Sicherheitsmaßnahmen der Firmware und auf Dauerbetrieb ausgelegte Komponenten. Es handelt sich also weiterhin um die Slim & Tall Kits, nur eben mit der Aufwertung durch zusätzliche "Pro-Features".
Übersicht der NUC (Pro) Serien ab der 7. Generation (Intel 7th Gen)
Jeder der Modellreihen beinhaltet jeweils ein Slim als auch ein Tall Kit. Daher werden diese nicht separat erwähnt. Die integrierte GPU orientiert sich am jeweiligen CPU-Modell. Kann daher bei einigen Serien variieren zwischen Intel UHD Graphics und Iris Xe Graphics.
| Modellreihe | CPU-Generation mit Beispiel | Windows 11 Support? | Integrierte GPU | RAM- Ausstattung |
|---|---|---|---|---|
| Intel NUC 7 | Intel 7. Gen, z. B. Core i5-7260U | Nein | Intel Iris Plus Graphics | 2x DDR4 SO-DIMM max. 32 GB |
| Intel NUC 8 | Intel 8. Gen, z. B. Core i5-8259U | Ja | Intel Iris Plus Graphics | 2x DDR4 SO-DIMM max. 32 GB |
| Intel NUC 10 | Intel 10. Gen, z. B. Core i7-10710U | Ja | Intel UHD Graphics | 2x DDR4 SO-DIMM max. 64 GB |
| Intel NUC 11 | Intel 11. Gen, z. B. Core i7-1185G7 | Ja | Intel UHD Graphics Intel Iris Xe Graphics |
2x DDR4 SO-DIMM max. 64 GB |
| ASUS NUC 12 Pro | Intel 12. Gen, z. B. Core i7-1260P | Ja | Intel UHD Graphics Intel Iris Xe Graphics |
2x DDR4 SO-DIMM max. 64 GB |
| ASUS NUC 13 Pro | Intel 13. Gen, z. B. Core i5-1135G7 | Ja | Intel UHD Graphics Intel Iris Xe Graphics |
2x DDR4 SO-DIMM max. 64 GB |
| ASUS NUC 14 Pro (+) | Intel Core Ultra 1st Gen, z.B. Core Ultra 5 125H | Ja | Intel Arc Graphics | 2x DDR5 SO-DIMM max. 96 GB |
| ASUS NUC 14 Pro AI | Intel Core Ultra 2nd Gen, z.B. Core Ultra 7 258V | Ja | Intel Arc Graphics | 2x DDR5 SO-DIMM max. 96 GB |
NUC Essential - Die NUC-Einsteigerklasse
Die Essential-Modelle sind die Einsteigerklasse unter den NUCs und ähneln äußerlich den Slim Kits. Sie laufen mit sparsamen Celeron- oder Pentium-Prozessoren. Auch wenn deren CPUs teils eine Eignung für Windows 11 mitbringen, sind diese nur bedingt für den Einsatz als klassischer Office PC zu empfehlen. Die Rechenleistung liegt spürbar unterhalb der anderen NUC-Serien.
Der angedachte Einsatzzweck ist eher als eine Art Thin Client zu sehen oder zum Ansteuern von digitalen Anzeigen & Info-Tafeln. Kann aber auch als Alternative zum Raspberry Pi als Micro-Server eingesetzt werden.
Übersicht der NUC Essential Serien ab der 7. Generation
Die Essential-Version der Mini Desktop Computer gibt es nicht in jeder Generation.
| Modellreihe | CPU-Generation mit Beispiel | Windows 11 Support? | Integrierte GPU | RAM-Ausstattung |
|---|---|---|---|---|
| Intel NUC 7 Essential | Intel Pentium/Celeron Gemini Lake z. B. Pentium Silver J5005 |
Ja | Intel UHD Graphics 600 oder 605 | 2x DDR4 SO-DIMM max. 8 GB |
| Intel NUC 11 Essential | Intel Pentium/Celeron Jasper Lake z. B. Pentium Silver N6005 |
Ja | Intel UHD Graphics (Jasper Lake) | 2x DDR4 SO-DIMM max. 16 GB |
| ASUS NUC 14 Essential | Intel Core N-Serie Alder Lake-N z. B. Intel Processor N100 |
Ja | Intel UHD Graphics (Alder Lake) | 2x DDR5 SO-DIMM max. 16 GB |
UC Enthusiast & NUC ROG - Der "stationäre Gaming-Laptop"
Diese Modelle richten sich an Leistungs- und Gaming-Fans. Hierbei wird, ähnlich wie bei Gaming-Notebooks und mobilen Workstations bzw. Workstation-Laptops, ein dedizierter Grafikchip integriert (aus der Intel ARC Serie und später NVIDIA RTX, z.B. RTX 4060). Die dedizierte Grafik ist dabei fest integriert bzw. verlötet. RAM und SSDs lassen sich aber weiterhin aufrüsten.
NUC Extreme - dedizierte Grafikkarten im kompakten Gehäuse
Die Extreme-Variante ist der "große Bruder" der NUC-Familie. Sie nutzen ein größeres Gehäuse, welches mit der Zeit nahezu auf die Größe eines Mini-Tower-PCs angewachsen ist. In den Serien NUC Extreme 9-11 waren verlötete CPUs im Einsatz. Die NUC 12 & 13 Extreme nutzten dagegen gesockelte Desktop-Prozessoren (z.B. Intel Core i9).
Es ist die einzige NUC-Serie, die den Einsatz dedizierter Grafikkarten ermöglicht. Sie können als Gaming-PCs oder als kompakte Workstations eingesetzt werden.
Das Besondere hierbei ist, dass weiterhin Laptop-RAM (daher SO-DIMM Format) eingesetzt wurde. Zudem wird hier kein klassisches Mainboard eingesetzt, sondern ein herausnehmbares Compute Element: kompletter PC im Format einer Grafikkarte.
Vor- und Nachteile der NUCs
Vorteile
NUCs punkten vor allem mit ihrer kompakten Bauweise - sie brauchen kaum Platz auf dem Schreibtisch oder lassen sich per VESA-Halterung direkt hinter einem Monitor befestigen. Sie sind energieeffizient und bieten dennoch ausreichend Leistung für zahlreiche Aufgaben, von Office bis Multimedia. Sie lassen sich leicht aufrüsten (RAM und SSD) und sind dadurch flexibel anpassbar. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Varianten - vom günstigen Einsteigergerät bis hin zum leistungsstarken High-End-Modell.
Nachteile
Die kompakte Größe bringt auch Einschränkungen mit sich. Erweiterungsmöglichkeiten sind begrenzt (z.B. keine dedizierte Grafikkarte). Für sehr grafikintensive Anwendungen oder hohe Hardwareerweiterungen sind Standard-NUCs nicht immer geeignet. Unter hoher Dauerlast können sie hörbar werden, und im Vergleich zu großen Desktop-PCs ist die Auswahl an Anschlüssen etwas eingeschränkter. Zudem sind leistungsstarke NUC-Modelle als Neuware oft teurer als herkömmliche Desktop-PCs mit ähnlicher Ausstattung & Leistung.
Worauf sollte man beim Kauf eines gebrauchten NUC achten?
Ein gebrauchter oder refurbished NUC ist eine günstige Alternative zum Neukauf - vorausgesetzt, Sie achten auf ein paar wichtige Punkte. So stellen Sie sicher, dass das Gerät zu Ihren Anforderungen passt und zuverlässig arbeitet:
- Einsatzbereich klären: Welche Leistung benötigen Sie? Für Office reicht meist ein Core i3/i5, für mehr ggf. einen i7 in Betracht ziehen.
- Prozessorgeneration prüfen: Für Windows 11 sollte eine Variante ab der 8. Generation gewählt werden.
- Ausstattung checken: Genügend RAM (mind. 8 GB) und eine schnelle SSD sind empfehlenswert.
- Anschlüsse: Prüfen Sie, ob vorhandene Anschlussmöglichkeiten ausreichend sind (Videoausgänge, USB-Ports)
- Gehäuseform wählen: Slim-Variante für reine M.2-SSDs, Tall-Version für zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk.
- Seriösen Anbieter wählen: Garantie, geprüfte Hardware und Rückgaberecht bieten Sicherheit.
- Lieferumfang beachten: Netzteil, ggf. und vorinstalliertes Betriebssystem sparen Zusatzkosten.
Wie viel kostet ein gebrauchter NUC?
Kurz gesagt: Gebrauchte NUCs kosten 150-500€ (bereits mit RAM & SSD ausgestattet)
Der Vorteil hierbei ist, dass die gebrauchten Geräte bereits mit Arbeitsspeicher & SSDs ausgestattet wurden. Teilweise, aber selten wurden die Gebrauchtgeräte mit einem verwendbaren Windows-Lizenz Key versehen. Man spart also nicht nur Geld beim Kauf gegenüber Neuware, sondern bekommt einen fertig ausgestatteten kleinen Computer. Daraus ergibt sich eine Ersparnis von bis zu 70% gegenüber Neuware. Zugleich sind die Geräte sofort startklar, da diese bereits mit RAM und SSD versehen wurden.
Die bei uns angebotenen NUCs erhalten wie alle PCs aus unserem Sortiment mind. 12 Monate Gewährleistung. Daher kaufen Sie hier risikofrei.
Weitere Fragen rund um gebrauchte NUCs?
Falls Sie noch weitere Fragen rund um diese Mini Desktop Computer Serie haben, schauen Sie sich gerne unsere NUC-FAQ an.
Die NUC-FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Micro-PCs
Gebrauchte NUCs - kleine Rechner, große Vorteile
Ein gebrauchter oder refurbished Intel bzw. ASUS NUC bietet viel Leistung auf kleinstem Raum - und das zu einem deutlich geringeren Preis als ein Neugerät. Dank der kompakten Bauweise, dem geringen Energiebedarf und den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sind NUCs sowohl für private Anwender als auch für Unternehmen eine Alternative zu Desktop-Computern. Wenn Sie beim Kauf auf Ausstattung, Zustand und einen seriösen Anbieter achten, erhalten Sie einen zuverlässigen Mini-PC. Dieser leistet viele Jahre gute Dienste und schont gleichzeitig Budget sowie Umwelt.
Weiterführende Links
- Unser RAM-König-Blog
- Übersicht über die Lenovo Tiny, Mini PCs auf dem refurbished Markt
- Übersicht der HP EliteDesk, ProDes und Z2 Mini PCs auf dem refurbished Markt
- Was bedeutet refurbished Hardware für Workstations, PCs und Laptops?
- Mini PCs als Home-Server einsetzen?
- Thin Client-PCs als Mikro-Server-Alternative zu Mini-PCs?
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